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am 27. August 2015

Die Grünen Landstraße unterstützen Demo gegen Miethaie

Eva Lachkovics - Wir unterstützen die BürgerInnen-Initiative „Schützt Gründerzeithäuser vor Spekulation!“ und rufen zur Kundgebung am 3. September im Weißgerberviertel auf. Demo: Schützt Gründerzeithäuser vor Spekulation!

Kundgebung zu schützenswerten Ensembles und Gebäuden im historistisch geprägten Weißgerberviertel außerhalb der Schutzzone.

Donnerstag, 3. September , 18.00 Uhr

Treffpunkt: Hetzgasse 8

Voraussichtliche Route unter: 

http://www.diehetzgasse.at/aktuell.php

Darum sind wir dabei:

Schutz für historische Bausubstanz

Die von uns unterstützte BürgerInneninitiative „Schützt Gründerzeithäuser vor Spekulation“ (siehe unter: https://landstrasse.gruene.at/themen/bezirks-und-stadtplanung/unterstuetzung-fuer-buergerinneninitiative-gegen-spekulation) macht gemeinsam mit der Initiative Denkmalschutz und der Initiative Stadtbildschutz auf ihr Anliegen aufmerksam. An Hand des Gründerzeit-Ensembles in der Hetzgasse soll deutlich gemacht werden, mit welchen Methoden in Wien historische Bausubstanz systematisch zerstört wird.

Spekulationsmethode

Das Eckhaus Hetzgasse 8 wurde 2001 von der Stadt Wien unter Wohnbaustadtrat Faymann privatisiert und seither dem Verfall preisgegeben. Nun soll es abgerissen werden, weil es nicht mehr wirtschaftlich ist. Die Eigentümer-Gesellschaft hat die Wohnungen nicht saniert und nicht weitervermietet. Kein Wunder, wenn das Haus wenige Einnahmen bringt. Und das trifft auf einige weitere Gründerzeithäuser in der Hetzgasse und Umgebung zu.

Abriss nicht im öffentlichen Interesse​

Der Bezirksvorsteher findet, dass Abriss und Neubau mit mehr aber kleinen Wohnungen im öffentlichen Interesse sei. Damit unterstützt er das Begehren der Eigentümerin, über einen so genannten Interessensbescheid die noch im Haus wohnenden MieterInnen mit unbefristetem Mietvertrag loszuwerden.

Es kann aber unmöglich im öffentlichen Interesse sein, dass mit so einem Interessensbescheid, der bisher noch nie angewandt wurde, das Mietrecht ausgehebelt wird. Es kann nicht im öffentlichen Interesse sein, dass dieser Präzedenzfall Miethaien, die ihre Gewinne maximieren wollen und damit Wiens Mietpreise in die Höhe treiben, Tür und Tor noch weiter zu öffnen. Es kann nicht im öffentlichen Interesse sein, MieterInnen in Wiener Gründerzeithäusern der ständigen Angst auszusetzen, ihre Wohnungen zu verlieren.

Wir unterstützen daher die Anliegen der Kundgebung und fordern:
  • Änderung der Wiener Bauordnung, um Spekulationen mit Wohnhäusern zu erschweren
  • Frühwarnsystem für Spekulationen
  • Mehr Schutz für historische Bausubstanz, z.B. Schutzzone für die gesamte Hetzgasse und Umgebung
Bye. Bye Miethai!