Bezirke
Navigation:
am 12. Oktober

Von der Brigittenau ins EU-Parlament

Webredaktion Grüne Landstraße - Was treibt unsere Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek an? Zeitlebens waren es Menschen, die nicht auf die Butterseite des Lebens gefallen sind. Seien sie hier in Österreich oder ganz weit weg.

Den Leserinnen und Lesern dieser Zeitung müssen wir unsere Spitzenkandidatin und erfahrene Europa-Parlamentarierin wohl nicht mehr lange vorstellen. Weniger bekannt ist vielleicht, was Ulrike Lunacek vor ihrer Zeit in der Politik gemacht hat. Sie ist im niederösterreichischen Krems auf die Welt gekommen und dann in Wien Brigittenau aufgewachsen. In Innsbruck hat sie Dolmetschen studiert (Englisch und Spanisch) und dort Anfang der 1980er Jahre als Sozialarbeiterin das erste Frauenhaus mit aufgebaut. Viele Frauen haben seither in diesen Einrichtungen die letzte Zuflucht vor der Gewalt durch Ehepartner oder Lebensgefährten gefunden. Ende der 1980er Jahre, inzwischen wieder in Wien, fängt Ulrike Lunacek an für das entwicklungspolitische Magazin „Südwind“ zu arbeiten. Über Menschenrechte und internationale Entwicklung zu schreiben war ihr aber nach einigen Jahren nicht mehr genug. Sie will aktiv etwas tun, um die Zustände zu ändern und arbeitet ab 1995 für den Parlamentsklub der Grünen. 1997 wird sie Bundesgeschäftsführerin und 1999 Abgeordnete zum Nationalrat. Ihre Fachgebiete:​ Entwicklungspolitik und die Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Transgenders. 2009 zieht sie als unsere Spitzenkandidatin ins Europäische Parlament ein und kann 2014 mit 14,5 Prozent das beste Ergebnis der Grünen bei einer bundesweiten Wahl einfahren.

GERECHTIGKEIT FÜR SOZIALEN FRIEDEN

Mit ihrer Rückkehr in die Innenpolitik will sie an den besten und konstruktiven Lösungen für alle Menschen in Österreich arbeiten: „Daher sage ich: Ja zum Mindestlohn. Ja zur Mietzinsobergrenze. Ja zu einer gerechten Vermögensverteilung durch die Wiedereinführung der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Nur mehr Gerechtigkeit sichert auch den sozialen Frieden in unserem Land.“ Für den Klimaschutz will sie als Sofortmaßnahme eine Klima-Milliarde für den Ausbau von leistbarem, öffentlichen Verkehr in ganz Österreich oder für die Förderung der E-Mobilität durchsetzen.

Und womit kann man Ulrike Lunacek (die man auf keinen Fall Ulli nennen sollte) kurzfristig eine Freude bereiten? Seit diesem Wahlkampf wissen wir auch, dass die begeisterte Schwimmerin jede Gelegenheit nützt, um einige Längen durchs Wasser zu ziehen.​