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am 12. Oktober

Eine Biobäuerin kämpft gegen TTIP

Webredaktion Grüne Landstraße - Irmi Salzer, Biobäuerin und Agrarexpertin aus Litzelsdorf im Südburgenland, kandidiert auf Platz 7 der Grünen Bundesliste.

Seit vielen Jahren engagiert sich Irmi Salzer für Via Campesina, dem Sprachrohr von Berg- und KleinbäuerInnen in Österreich und 70 Ländern weltweit, und setzt sich für eine faire Handels- und Agrarpolitik ein. „Nur so können Bauern und Bäuerinnen in wenig entwickelten Ländern überleben und auch Fluchtursachen nachhaltig bekämpft werden“, ist sich Irmi Salzer sicher. „Die Politik der EU zerstört die Lebensgrundlagen der Menschen im ‚globalen Süden‘. Die derzeitigen Partnerschaftsabkommen führen in Afrika dazu, dass nur große Konzerne und die lokalen Eliten profitieren. Bauern und Bäuerinnen, die lokalen Märkte, aber auch Umwelt und Klima sind die VerliererInnen dieser unfairen Handelsbedingungen.“ Es versteht sich fast von selbst, dass ihr der Widerstand gegen das TTIP-Abkommen ein Herzensanliegen ist.

AN DER WURZEL PACKEN

Dass es insgesamt eine tiefgreifende soziale, ökologische und demokratische Umgestaltung unserer Gesellschaft braucht, steht für Irmi Salzer fest. Denn der neoliberale Kapitalismus hat katastrophale​ Auswirkungen auf Menschen und Umwelt. Die aktuelle EU-Agrarpolitik ist ein krankes System. Es führt dazu, dass der ökologische Zustand der Agrarflächen immer schlechter wird: Bäuerinnen und Bauern müssen ihre Höfe aufgeben, es entsteht unnötiges Tierleid und es gibt immer öfter Lebensmittelskandale – wie zuletzt jener um das Insektengift Fipronil. Dieses Problem muss an der Wurzel gepackt werden. Förderungen soll es für kleine Betriebe und eine ökologische, nachhaltige Landwirtschaft geben, nicht für die Agrarindustrie.

Und wie ist die Chorsängerin und Mutter von drei Kindern bei den Grünen gelandet? „Ich habe viele Jahre lang auf europäischer und nationaler Ebene daran gearbeitet, unsere Agrar- und Lebensmittelpolitik zu verändern“, erinnert sich Irmi Salzer. „Als ich 2010 gefragt wurde, ob ich für den Vorstand der Grünen Bildungswerkstatt Burgenland kandidieren möchte, dachte ich mir, das sei eine ideale Gelegenheit, mich auch bei mir zu Hause für eine lebenswerte Welt zu engagieren.“​