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Sicher Radfahren auf der Landstraße

An Ideen und Konzepten für einen sicheren und attraktiven Fahrradweg fehlt es nicht. Auch Radfahrer:innen gibt es genug im Bezirk. Wienweit werden nirgendwo mehr Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt als hier im dritten Bezirk. Leider fehlt es an der konkreten Umsetzung, obwohl es eigentlich ganz einfach wäre.

Wer mit dem Fahrrad auf der Landstraßer Hauptstraße unterwegs ist, kennt es nur allzu gut. Zwischen parkenden und viel zu schnell überholenden Autos, muss man sich auf einem engen Fahrradstreifen fortbewegen.

Dabei bleibt eine:m nur die Hoffnung, dass nicht plötzlich die Türe eines geparkten Autos geöffnet wird und dass das nächste überholende Auto zumindest etwas Abstand hält. Es ist also eine tägliche Herausforderung unverletzt ans Ziel zu kommen. Einem Klimabündnisbezirk im Jahr 2022 ist das einfach nicht würdig.

Von Jahr zu Jahr werden mehr Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt. Und gerade im dritten Bezirk wächst der Anteil der Alltags-Klimaheld:innen überdurchschnittlich stark. Aktuell werden ca. 15% aller Wege hier im Bezirk mit dem Fahrrad zurückgelegt.

Leider ist diese positive Entwicklung noch nicht in der Bezirksvorstehung angekommen.  Betrachtet man die Liste der geplanten Fahrradwege für Wien wird offensichtlich, dass die SPÖ ihre eigenen Klimaziele hier im Bezirk selbst nicht ernst nimmt. Im Gegenteil: im dritten Bezirk ist kein einziger neuer Fahrradweg geplant.

Eine verpasste Chance, denn gerade jetzt wo immer mehr Menschen begeistert auf das Fahrrad umsteigen, wäre es notwendig diesen Umstieg so attraktiv wie möglich zu gestalten.

Der gefährlichste Radweg Wiens (rot) auf der Landstraßer Hauptstraße

Unsere Vorschläge sind vielfältig und basieren auf wissenschaftlicher Expertise

Ob ein baulich getrennter Fahrradweg oder eine Begegnungszone: wir brauchen Maßnahmen, damit endlich Fortbewegung für alle auf Augenhöhe ermöglicht wird. Die Optionen sind vielfältig und liegen schon lange auf dem Tisch.

Es ist jetzt höchste Zeit, ein sicheres Vorankommen für alle Verkehrsteilnehmer:innen zu ermöglichen. Es liegt in der Verantwortung der Bezirksvorstehung, hier endlich Tatsachen zu schaffen, damit zukünftige Unfälle verhindert werden und der Umstieg auf das Fahrrad erleichtert wird.

Eine kostengünstige und schnelle Verbesserung wäre ganz einfach: einen Parkstreifen auflösen und eine ernstgemeinte 30er-Zone einführen.

Was es braucht sind sofortige Lösungen und nicht ein weiteres Aufschieben sowie große Pläne, die hinter verschlossener Tür besprochen und dann ohnehin nicht umgesetzt werden.

Denn damit Radfahrer:innen im dritten Bezirk unverletzt ans Ziel kommen, reicht es nicht aufs Glück zu hoffen, dass im alltäglichen Verkehr nichts passiert. Was es braucht sind sichere Fahrradwege.

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