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Klimagrätzl-Spaziergang Im Fasanviertel

Unser Klimagrätzl Spaziergang war ein voller Erfolg. Natürlich kennen wir das Fasanviertel wie unsere linke 😊 Westentasche – doch bewusst durch sein eigenes Grätzl zu flanieren und die Phantasie spielen zulassen – ja, das lässt eine:n nochmal genauer hinschauen.

Beginnen wir bei unserer „Betonoase“ Fasanplatz. Was für ein toller großer Platz, der so viel Potenzial birgt, dass nur darauf wartet umgesetzt zu werden. Wir sehen einen Ort, der einladen kann zum Verweilen. Der Schatten spendet durch Sonnensegel und Bäume mit großen Baumkronen. Wasser würde hier ein bisschen Abkühlung schaffen – da wäre doch ein Brunnen oder ein kleines Wasserspiel genau das richtige. Nicht vielen ist es bewusst doch der Fasanplatz ist weitreichender als gedacht. Die angrenzende Platte zwischen Bahngasse und Aspangstraße gehört dazu. Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Platz für einen Markt, wenn auch nur temporär am Wochenende würde das Grätzl gleich beleben und wirtschaftlich ankurbeln. Wir wissen ja, das Geldbörserl geht gern zufuß😊.

Es gibt für die Belebung wirklich nichts Besseres als das „kleine Handwerk“ und Kleinunternehmer:innen ins Grätzls zu bringen. Bei unserem Spaziergang haben wir leider doch viele Leerstände ausfindig gemacht. Hier wieder leben reinzubringen ist Teil der Klimagrätzlvision. Wir sehen offene und belebte Straßen. Schulstraßen die in begrünte Straßen münden – wo sich Einwohner:innen im Gastgarten vor einem Café treffen und die regionalen und saisonalen Speisen geniessen. Leerstände sind wieder belebt mit Reparaturservice, Modeboutiquen, Tischlereien und Blumengeschäften. Und eine hell gepflasterte Spielstraße samt angrenzender Wildblumenwiese, in der Kinder Insekten beobachten bietet eine kleine Stadtwildnis in Mitten des Fasanviertels.

Der Schulvorplatz in der Kleistgasse zeigt es schon mal vor, wie öffentlicher Raum umgestaltet werden kann, damit dieser zum Verweilen einläd. Attraktive und konsumerfreier Ort für alle zu schaffen ist essentiell für unsere Gesellschaft.

Und wenn wir schon bei der Schule sind, dann denken wir gleich alle anderen öffentlichen Gebäude im Fasanviertel mit, die wir null Komma nichts Fassadenbegrünen lassen und natürlich gleich thermisch Erneuern. Denn wenn wir uns im Klimagrätzl eine nachhaltige Trendwende ersehen, dann beginnen wir doch, als gutes Vorbild, bei Gebäuden der Stadt Wien. Dazu gehören auch Solarpanele und saubere und leistbare Energie.

Nun betreten wir den Lotte Lang Platz und fangen an zu Träumen. Eine entsiegelte Fläche die Baumwurzeln Platz gibt und Grün sprießen lässt. Die Grünfläche an der Bahnmauer wird als Gemeinschaftsgarten genutzt. Hier mit einer Begegnungszone weiter zu Entschleunigen würde dem Platz gerecht werden. Ich denke, das hätte Lotte Lang gefallen.

Unsere Fasangasse als flaniermeile

Jetzt könnte ich zum Schluss noch unser „Problemkind“ im Fasanviertel vorstellen – die Fasangasse. Laut, schmutzig, grau und brechend heiß. Aber wir wissen „Problemkinder“ sind Kinder, die nach Aufmerksamkeit verlangen. Und genau so ist es auch hier. Die Fasangasse fleht geradezu nach Umgestaltung. Jahre, ja Jahrzehnte wurde hier nichts gemacht. Nein, so ganz stimmt das wieder nicht – letztes Jahr wurden aufgrund unseres Engagements, Bäume gepflanzt.

Doch die Fasangasse hat ein gewaltiges Potenzial eine attraktive Flaniermeile zu werden. Tempo 30 entschleunigt und bringt die Ruhe, die es zum Verweilen und Einkaufen braucht. Sitzgelegenheiten und Schattenplätze laden auch jene ein die ihre Erholungspause brauchen. Denn für viele von uns sind schon ein paar Meter eine Herausforderung.

Dieser Spaziergang hat die Liebe zu diesem Grätzl wieder aufs Neue entfacht. Die Möglichkeiten sind groß – wir haben die Vision. Packen wir’s an.

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